Luftqualität

an der

Deutschen Botschaft Hanoi

Luftqualitätsindex
...
Lade.

Wegen hoher Luftfeuchtigkeit können die Messungen ungenau sein. Der Luftqualitätsindex wird nicht angezeigt.

Aktualisiert am:

Luftfeuchtigkeit:

Temperatur:

Aktueller Luftqualitätsindex, wenn die Luft für die nächsten 24 Stunden im Mittel so bleibt.

Luftqualitätsindex

Der Luftqualitätsindex (Air Quality Index, AQI), informiert über die aktuellen Luftwerte und ihre gesundheitlichen Auswirkungen. Je höher der AQI-Wert, umso höher der Verschmutzungsgrad und die Gesundheitsgefährdung.

AQI Wert Gesundheitsauswirkungen
0 bis 50
Gut
Die Luftqualität ist ausreichend gut und die Luftverschmutzung stellt ein geringes oder kein Risiko dar.
51 bis 100
Moderat
Die Luftqualität ist insgesamt akzeptabel, bei manchen Schadstoffen besteht jedoch eventuell ein geringes Gesundheitsrisiko für einen sehr kleinen Personenkreis, der sehr empfindlich auf Luftverschmutzung ist.
101 bis 150
Ungesund für empfindliche Personengruppen
Bei Mitgliedern von empfindlichen Personengruppen können gesundheitliche Auswirkungen auftreten. Die allgemeine Öffentlichkeit ist wahrscheinlich nicht betroffen.
151 bis 200
Ungesund
Erste gesundheitliche Auswirkungen können sich bei allen Personen einstellen. Bei empfindlichen Personengruppen können ernstere gesundheitliche Auswirkungen auftreten.
201 bis 300
Sehr Ungesund
Gesundheitswarnung aufgrund einer Notfallsituation. Die gesamte Bevölkerung ist voraussichtlich betroffen.
301 to 500
Gefährlich
Gesundheitsalarm: Jeder muss mit dem Auftreten ernsterer Gesundheitsschäden rechnen.

Der AQI-Wert wird aus den Messergebnissen der sechs Hauptverunreinigungen bestimmt: bodennahes Ozon, Feinstaub (PM2.5 und PM10), Kohlenmonoxid, sowie Stickstoff- und Schwefeldioxid. Die Konzentration jedes einzelnen Schadstoffs wird mehrmals pro Minute gemessen und anhand der Vorschriften der amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA) in den AQI-Wert umgerechnet ( Details (pdf) ).

Schadstoffe

Warnung, wegen hoher Luftfeuchtigkeit können die Messungen ungenau sein.

Feinstaub
PM2.5: – µg/m3

Feinstaub, im englischen “Particular Matter” (PM), ist die Bezeichnung für eine Mischung aus festen Partikeln und flüssigen Tropfen, die in der Luft gefunden werden. PM2.5 sind feine inhalierbare Partikel mit Durchmessern, die im Allgemeinen 2,5 Mikrometer und kleiner sind.

Feinstaub
PM10: – µg/m3

Feinstaub (PM) wird sowohl direkt in die Atmosphäre emittiert als auch in der Atmosphäre gebildet. PM10 sind inhalierbare Partikel mit Durchmessern, die im Allgemeinen 10 Mikrometer und kleiner sind.

Schwefeldioxid
SO2: – µg/m3

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses Gas mit einem scharfen Geruch. Er entsteht bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle und Öl) und dem Schmelzen von mineralischen Erzen die Schwefel enthalten.

Stickstoffdioxid
NO2: – µg/m3

Stickstoffdioxid (NO2) ist die Hauptquelle von Nitrat-Aerosolen, die eine wichtige Fraktion von PM2.5 und in Gegenwart von ultraviolettem Licht sogar Ozon bilden. Bei Kurzzeitkonzentrationen über 200 μg pro m³ handelt es sich um ein toxisches Gas, das eine signifikante Entzündung der Atemwege verursachen kann. Die Hauptquellen anthropogener Emissionen sind Verbrennungsprozesse (Erwärmung durch offenes Feuer, Stromerzeugung und Motoren in Fahrzeugen und Schiffen).

Ozon
O3: – µg/m3

Das Ozon (O3) am Boden – nicht zu verwechseln mit der Ozonschicht in der oberen Atmosphäre – ist einer der Hauptbestandteile des photochemischen Smogs. Es entsteht durch die Reaktion mit Sonnenlicht (photochemische Reaktion) von Schadstoffen aus Fahrzeug- und Industrieemissionen wie Stickoxiden (NOx) und explosiven organischen Verbindungen (VOCs). Die Folge ist, dass die höchste Ozonbelastung bei sonnigem Wetter auftritt.

Kohlenmonoxid
CO: – µg/m3

CO ist ein farbloses, geruchloses Gas, das beim Einatmen großer Mengen schädlich sein kann. CO wird freigesetzt, wenn etwas verbrannt wird. Atemluft mit einer hohen Konzentration von CO reduziert die Menge an Sauerstoff, welche in den Blutstrom zu kritischen Organen wie Herz und Gehrin transportiert werden kann.

Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit

Erhöhte Werte und/oder langfristige Belastung durch Luftverschmutzung führen zu Krankheitserscheinungen, die zu Entzündungserkrankungen und Störungen im Atemsystem führen können. Darüber hinaus kann es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzerkrankungen und Krebs kommen. Gemäß der WHO ist Luftverschmutzung die häufigste umweltbedingte Ursache für einen frühzeitigen Tod. Zusätzlich steigt das Aufkommen von kurz- und langfristigen Krankheiten, wie z.B. Atem- und Herzkreislaufbeschwerden sowie Krebs.

 

Kinder stellen die gefährdetste Risikogruppe dar. Laut dem UNICEF-Report “Clean the Air for Children” (2016) ist Luftverschmutzung eine der Hauptursachen für den Tod von circa 600.000 Kindern unter fünf Jahren jährlich. Die Schadstoffe schädigen die Lungen von Kindern und führen zu Atemwegserkrankungen. Verunreinigungen der Luft können die Blut-Hirn-Schranke von Kindern überschreiten und dauerhafte Schäden am Gehirn verursachen. Dies reduziert die Leistungsfähigkeit und Konzentration von Kindern. Vermehrtes Auftreten von Asthma und Atemwegserkrankungen erhöht die Fehltage an den Schulen.

Zusätzliche Auswirkungen der Luftverschmutzung

Ökosystem

Luftverschmutzung hat zahlreiche Auswirkungen auf die Umwelt und kann die Vegetation sowie die Qualität von Wasser, Boden und Ökosystemen, direkt beeinflussen. Bodenozon schädigt landwirtschaftliche Ernten, Wälder, und Pflanzen, indem es deren Wachstumsraten verringert. Andere Schadstoffe, wie Stickoxide, SO2 und Ammoniak tragen zu Versauerung von Böden, Seen und Flüssen bei, was zu einem Verlust an Tier- und Pflanzenleben führt. Die Emissionen von Ammoniak und Stickoxiden verursachen nicht nur eine Versauerung, sondern stören auch die Land- und Wasserökosysteme, indem sie übermäßig viel Nährstoffstickstoff zuführen

Klimawandel

Luftschadstoffe können das globale Klima beeinflussen. Troposphärisches Ozon und schwarzer Kohlenstoff, ein Bestandteil des Feinstaubs, sind kurzlebige Klimafaktoren, die direkt zur globalen Erwärmung beitragen. Andere Schadstoffe, wie organischer Kohlenstoff, Ammonium, Sulfat und Nitrat haben eine kühlende Wirkung. Luftqualität und Klimawandel sollten daher gemeinsam durch Strategien und Maßnahmen in Angriff genommen werden, die im Rahmen eines integrierten Ansatzes entwickelt wurden.

Hauptursachen der Luftverschmutzung

Industrieemissionen wie Treibstoffverbrennung und sogenannte Prozessemissionen, die z.B. bei der Herstellung von Zement oder Stahl entstehen.

Kraftfahrzeugemissionen, die durch Abgase, Straßenabnutzung und Treibstoffverbrennung entstehen.

In Haushalten tragen das Kochen mit Holzkohle, das Verbrennen von Müll und die Beleuchtung zur Luftverschmutzung bei.

Die Energieerzeugung ist durch die Verbrennung von Kohle, Öl, Biomasse und Müll ein großer Verursacher von Luftverschmutzung.

Bautätigkeiten erzeugen nicht nur große Mengen an Staub, sondern tragen auch durch Dieselmotoren, Rückbau, Verbrennungen und durch das Arbeiten mit gifthaltigen Materialien zur Luftverschmutzung bei.

Landwirtschaftliche Emissionen werden durch chemische Düngemittel und tierische Abfälle erzeugt, die sich mit den Verbrennungsschadstoffen verbinden. Das Verbrennen von landwirtschaftlichen Abfällen trägt ebenso zur Luftverschmutzung bei.

Luftverschmutzung kennt keine Ländergrenzen. Emissionen, die in einem Land entstehen können auch in angrenzenden Ländern Umwelt- und Gesundheitsschäden anrichten. Verunreinigungen können bis zu tausenden von Kilometern transportiert werden.

Die Messstation

Die Deutsche Botschaft Hanoi nutzt das BOSCH CLIMO Messstation aufgrund der einfachen Installation und der minimalen Wartungsansprüche. Die Messstation misst die Freinstaubbelastung in der Luft, den Kohlenmonoxidgehalt, Stickstoffmonoxide und -dioxide, Schwefeldioxide und Ozon.